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Können Arbeitgeber die Pausenzeiten vorschreiben?

Können Arbeitgeber die Pausenzeiten vorschreiben?
Ignorieren Arbeitgeber die Pausenvorschriften des Arbeitszeitgesetzes, riskieren sie ein Bußgeld.

Wer lange arbeitet, muss auch Pausen einlegen. Dass das von Mitarbeitern auch eingehalten wird, müssen Arbeitgeber gewährleisten. Können sie aber auch bestimmen, wann Beschäftigte konkret ihre Pausen machen?

Ja, denn Arbeitgeber haben ein Direktionsrecht. Und das erlaubt ihnen festzulegen, wann ihre Mitarbeiter konkret in die Arbeitspause gehen. Dabei müssen sie jedoch das Arbeitszeitgesetz einhalten sowie mögliche Pausenregelungen berücksichtigen, die in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen stehen.

Ob und wie Arbeitspausen im Betrieb geregelt werden, steht in der Regel im Arbeitsvertrag oder einer Betriebsvereinbarung. Ein Blick in den Vertrag lohnt sich, um möglichen Ärger mit dem Chef zu vermeiden.

Wichtig: Ignorieren Arbeitgeber die Pausenvorschriften des Arbeitszeitgesetzes, riskieren sie ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro. Denn die Angaben des Arbeitszeitgesetzes sind Mindestanforderungen, die von Arbeitgebern einzuhalten sind.

Arbeitspausen dürfen den Arbeitstag nicht verkürzen

In einigen Abteilungen ist es Pflicht, dass immer ein Mitarbeiter als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Ist das der Fall, legen Arbeitgeber meist auch in einem Pausenplan fest, wann welcher Mitarbeiter in die Arbeitspause geht. So nämlich kann er gewährleisten, dass nicht alle Mitarbeiter gleichzeitig ihre Pause nehmen.

Und weil das Arbeitszeitgesetz darauf hinweist, dass Arbeitspausen nicht dazu dienen, den Arbeitstag zu verkürzen, sondern den Break als Erholungsphase zu nutzen, ist die Pause am Anfang oder am Ende des Arbeitstages nicht erlaubt.

 

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Was Chefs nicht dürfen (und was doch) Bestseller

 

Was Chefs nicht dürfen – und was doch
von Sabine Hockling und Ulf Weigelt
Ullstein Verlag (1. Auflage, Juni 2017)
9,99 Euro (D)
ISBN 978-3-548-37694-3

 

 

 


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