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Dürfen Mitarbeiter die Fußball-WM im Job schauen?

Dürfen Mitarbeiter die Fußball-WM im Job schauen?
Spielt die deutsche Nationalmannschaft, herrscht in deutschen Büros oft gähnende Leere.

Steht ein Ereignis wie die Fußball-Weltmeisterschaft an, steigt das Fußballfieber in Deutschland. Je weiter die deutsche Nationalmannschaft dabei kommt, desto mehr wollen die Spiele sehen. Doch was ist am Arbeitsplatz erlaubt?

Weil in regelmäßigen Abständen Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft anstehen, sollten Unternehmen dazu grundsätzlich eine Haltung haben und überlegen, wie sie mit großen Sportereignissen umgehen. Das heißt, ob ihre Mitarbeiter die Spiele in solchen besonderen Situationen in der Firma schauen dürfen.

Ohne ein Unternehmensstatement dürfen Mitarbeiter nicht ohne weiteres Sportereignisse und ähnliches am Arbeitsplatz verfolgen, denn sie sind verpflichtet, dort ihre arbeitsvertraglich vereinbarte Leistung zu erbringen. Freizeitaktivitäten wie das Schauen von Fernsehsendungen oder auch das Radiohören sind also vom Grundsatz her verboten.

Trotz aller Euphorie sollten Mitarbeiter sich gemäßigt verhalten

Bei Ereignissen wie der Fußball-Weltmeisterschaft sind viele Arbeitgeber meist aber zu Kompromissen bereit und erlauben das Schauen der Spiele der deutschen Nationalmannschaft. Wer einen kompromisslosen Arbeitgeber hat oder alle Spiele schauen möchte, sollte Urlaub nehmen oder das Spiel aufzeichnen.

Stellt der Arbeitgeber einen Fernseher zur Verfügung, hat er das Recht, dafür Bedingungen zu formulieren. Das gilt auch, wenn er dafür das Internet freigibt. Das wird er vor allem dann schriftlich festlegen, wenn er für diese Zeit das generelle private Nutzungsverbot aufhebt.

Wichtig: Trotz aller Euphorie sollten Mitarbeiter sich generell gemäßigt verhalten. Das heißt, WM-Outfits und -Bemalungen sollten nur erfolgen, wenn der Chef mitmacht oder nichts dagegen hat.

 

Buchauszug aus SPIEGEL-Bestseller:

Was Chefs nicht dürfen (und was doch) Bestseller

 

Was Chefs nicht dürfen – und was doch
von Sabine Hockling und Ulf Weigelt
Ullstein Verlag (1. Auflage, Juni 2017)
9,99 Euro (D)
ISBN 978-3-548-37694-3

 

 

 


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