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Das leichte Leben – oder wie wird das Leben leicht(er)?

Das leichte Leben – oder wie wird das Leben leicht(er)?
Was und wie viel brauchen wir, um wahrhaft glücklich zu sein?

Durchs Leben segeln, mit schwungvollen Schritten die Herausforderungen meistern und aus unseren Träumen Ziele machen – wer möchte das nicht. Doch meist mischt das Leben die Karten selbst.

Wir haben zwar den einen oder anderen Joker unseres Lebens auf der Hand, doch oft wissen wir nicht, wie die nächste Runde verlaufen wird. Wer kennt das Sprichwort nicht: „Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen.“ Diese doch immer wieder zutreffende Weisheit des Volksmunds – beziehungsweise wohlmeinender Eltern – kann meiner Erfahrung nach auf viele Kontexte des Lebens übertragen werden. Denn das Leben ist nicht immer Sonnenschein. Auch Regen, Hagel, Gewitter oder gar Dürren gehören dazu.

Die Buchhandlungen sind voll mit Lebensratgebern, Gute-Laune-Büchern und anderen gut gemeinten Ratgebern, die uns helfen sollen, unser Leben zu bewältigen, wenn es gerade mal nicht ganz so rund läuft. Solche Bücher zu lesen, ist eine Option. Freunde um Rat zu fragen, ins Kloster oder an andere stille Orte zu gehen ebenfalls.

Akzeptanz ist der passende Schlüssel

Und auch in meinem Jahr im Wohnmobil gab es Situationen und Phasen, die alles andere als leicht waren. Allein der Ursprung meines Aufbruchs war eine der schwierigsten Situationen in meinem Leben: Ich musste mein geliebtes Haus, meinen heimatlichen Platz hergeben, um für eine gewisse Zeit im Übergang zu leben.

Nun können wir darauf kämpferisch reagieren oder es nicht wahrhaben wollen. Ein gewisses Aufbegehren kann sogar zu gegebener Zeit sinnvoll und notwendig sein. Schwieriger wird der Umgang mit Situationen und Phasen, die wir nicht ändern können. Dann ist die Akzeptanz der passende Schlüssel – eine große Herausforderung und nicht immer leicht umzusetzen.

Ein nachhaltig gutes Gefühl

Werden wir verlassen oder müssen unser Leben einmal komplett umkrempeln, stehen wir vor der Herausforderung, loszulassen und zu akzeptieren. Doch was in der Theorie einfach klingt, ist in der Praxis oft schwer umzusetzen. Wer diese Herausforderung aber dennoch annimmt, wird stärker. Die innere Kraft bekommt mehr Muskeln und die Seele wächst und reift.

Und was am Anfang kaum vorstellbar ist, nach dieser Herausforderung stellt sich ein nachhaltig gutes Gefühl ein. Ich weiß, wovon ich rede. Mein Jahr im Wohnmobil hat mich gelehrt, dass wir durch das Annehmen unseres Schicksals wachsen, gedeihen und unglaubliche Kräfte entwickeln. Haben Sie keine Angst vor dem, was kommt.

Ihre Barbara Messer

 

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Warum wir nicht viel brauchen, um glücklich zu sein
von Barbara Messer
Gabal Verlag (1. Auflage, März 2018)
15 Euro (D)
ISBN 978-3-86936-834-4