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Langzeitgedächtnis statt Bulimie-Lernen

Langzeitgedächtnis statt Bulimie-Lernen
Entscheiden, urteilen und Probleme lösen – ohne in die üblichen Denkfallen zu tappen.

Ob an der Uni, in der Schule oder im Job – hämmert man sich Wissen rein, ist es nur kurzfristig. Abrufbar ist es später meist nicht mehr. Das muss aber nicht sein.

Während wir denken, dass wir denken, denkt unser Gehirn, was es will. Es nutzt bekannte Denkmuster und manövriert uns zuverlässig in Denkfallen. Nur wenn wir also wissen, wie unser Autopilot im Kopf funktioniert, und nur wenn wir die Denkfallen kennen, können wir besser denken, ist der Linguist Carl Naughton überzeugt.

In seinem Ratgeber Denken lernen zeigt er, wie effizienteres Denken funktioniert. Dazu braucht es seiner Meinung nach nur drei Dinge: Wissen, wie der Autopilot im Kopf funktioniert, bekannte Denkfallen kennen sowie die richtigen Denktools nutzen.

Denn beim Grübeln, Nachdenken oder Rätseln neigen wir häufig dazu, uns in mentale Sackgassen zu manövrieren. Die Schlussfolgerungen und Entscheidungen, die sich daraus ergeben, sind dann alles andere als das Produkt angestrengten und bewussten Denkens.

Sein Arbeitsgedächtnis intensiv nutzen

Wer diese Fallen kennt, sie zu umgehen versteht und seinen Muskel für bewusstes Denken – das Arbeitsgedächtnis – trainiert, wird schnell über bloßes Gehirnjogging hinaus das „richtige“ Weiter-Denken lernen, so Naughton.

Ob Schüler, Student, Unternehmenslenker, Maschinist, Pilot oder Arzt, wer sein Arbeitsgedächtnis intensiv nutzen, seine Denkfallen erkennen und ihnen den Garaus machen möchte, sollte zu Denken lernen greifen. Doch Vorsicht: Leichte Kost ist der Ratgeber nicht.
Denken lernen von Carl Naughton

 

Denken lernen
Entscheiden, urteilen und Probleme lösen, ohne in die üblichen Denkfallen zu tappen
von Carl Naughton
Gabal Verlag (Januar 2016, 3. erweiterte Auflage mit neuesten Forschungsergebnisse und Denktools)
24,90 Euro
ISBN: 978-3-86936-699-9