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Führung in digitalen Zeiten

Führung in digitalen Zeiten
Revolution bedeutet die grundlegende Neuerung und den nachhaltigen Wandel eines Systems.

Führungskräfte sind herausgefordert. Sie müssen ihren Führungsstil entweder von Grund auf ändern oder zumindest radikal um neue Verhaltensweisen erweitern. Es geht um nichts weniger als um eine Revolution der Führung.

Null und Eins – das sind sie, die zwei Zahlen, die unsere Welt verändert haben und es mit Rasanz weiter tun. Von 3D-Druckern hat mittlerweile jeder gehört. Smartphones? Ein alter Hut! Im Fokus des Interesses stehen aktuell das Internet der Dinge, „Smart Data“, also die individualisierte Nutzung von Daten und Informationen zum persönlichen Nutzen. Unsere Augen schauen durch vernetzte VR-Brillen, die visuellen Alarm schlagen, wenn wir auf der Straße zufällig an unserer potenziellen großen Liebe vorbeigehen.

Null und Eins – das ist die Welt von Morgen, die Welt von Vernetzung. Trotzdem geht es Andreas Buhr und Florian Feltes in ihrem Buch Revolution?, Ja, bitte! nicht um isoliert dargestellte Digitalisierungstrends, sondern um die übergeordnete Frage, die getreu dem Thema alles vernetzt: Wie verändert die digitale Transformation unser Leben? Was macht die Digitalisierung mit der Führungselite? Und was macht die Führungselite mit der Digitalisierung?

Die Revolution wird uns alle erreichen

„Nehmen wir alle Komponenten der Digitalisierung tatsächlich ernst, handelt es sich um nichts weniger als eine Revolution in den Unternehmen“, so die These von Buhr und Feltes. Diese Revolution wird in besonderem Maße von den Führungskräften und Unternehmern der Generation Y getragen werden. Sie wird uns alle erreichen! Für die Autoren steht daher fest: Mit Computer, Handy und Internet aufgewachsen, werden die Digital Natives die Unternehmenslandschaft verändern. Um ihre Thesen zu untermauern, recherchierten beide fünf Jahre lang. Sie führten mit Hilfe von Universitäten Studien zum Umgang mit der Digitalisierung in Unternehmen durch und räumen so mit Irrglaube und Vorurteilen auf.

Dabei treffen genau wie im „real life“ auch im Buch zwei Vertreter unterschiedlicher Sozialisierungen und Führungsstile aufeinander: Babyboomer Buhr und Digital Native Feltes diskutieren kontrovers und leidenschaftlich über die Antworten auf ihre zentralen drei Fragestellungen:

  1. Welche Verhaltensweisen und daraus resultierende Führungsstile zeichnen die Mitarbeiterführung durch Generation Y-Führungskräfte aus?
  2. Wie nutzen Generation Y-Führungskräfte das Internet und Social Media im Rahmen der Mitarbeiterführung?
  3. Welche Zusammenhänge bestehen zwischen dem Führungsstil der Generation Y und ihrer Online-Affinität?

Revolution? Ja, bitte! wird seinem Titel gerecht. Es ist laut, provokant, anders. Fundierte Studienergebnisse wechseln sich ab mit spannenden Streitgesprächen und Interviews. So wurden zum Beispiel unter anderem Daniel Krauss, CEO und Co-Founder von Flixbus, Kai Diekmann, ehemaliger BILD-Chefredakteur, Rolf Schrömgens, Gründer und CEO von Trivago, befragt. Wer bereit ist für die Revolution, der bekommt konkrete Tipps für eine digitale Unternehmensstruktur und Methoden, die sowohl der Generation Y als auch den Babyboomern gerecht werden. Mit Revolution? Ja, bitte! holen sich die Leser nicht nur die überraschenden Antworten auf die genannten Forschungsfragen ins Haus, sondern ein inspirierendes Werk für die Führung von morgen.

 

 

Revolution? Ja, bitte!
Wenn Old-School-Führung auf New-Work-Leadership trifft
von Andreas Buhr und Florian Feltes
Gabal Verlag (1. Auflage, Oktober 2018)
29,90 Euro
ISBN: 978-3-86936-862-7