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Scheitern – großes „Tabu der Moderne“

Scheitern – großes „Tabu der Moderne“
Versagen sollte nicht als Makel abgestraft werden.

Felix Maria Arnet hat es erlebt, ein Leben als erfolgreicher Unternehmer, der in den Chefetagen großer deutscher Unternehmen Zuhause war – bis er sich von heute auf morgen davon verabschieden musste.

Scheitern ist ein gesellschaftliches Tabu. Wer Chancen nicht nutzt oder auf dem Bauch landet, muss etwas falsch gemacht haben. Für den Betroffenen beginnt dann oft ein Teufelskreis aus Scham und Schuldgefühlen bis hin zur Depression. Dabei besteht das ganze Leben aus einer langen Kette aus Versuch und Irrtum. Vom Laufenlernen bis zum Job: Wir lernen aus Fehlern und falschen Entscheidungen. Penicillin und Post-it haben bewiesen, dass viele große Entdeckungen erst aus dem Scheitern heraus entstanden sind.

In seinem neuen Buch Brutal gescheitert! Wie der Start in ein neues Leben gelingt offenbart Felix Maria Arnet nicht nur, wie sich die Krise mit Scham und Schuldgefühlen in ihn hinein gefressen hat, er erörtert auch, warum das Scheitern in unserer Leistungsgesellschaft verdrängt wird – obwohl es essentiell ist, um aus Misserfolgen Erfolge machen zu können. Mit speziell entwickelten praktischen Tipps und erprobten Tests und Übungen will Arnet helfen, aus Fehlern zu lernen und so – wie er es nennt – zu einem „persönlichen Wachstum“ zu gelangen.

„Mein Name ist Felix Maria Arnet und ich bin brutal gescheitert“

Mit diesem Satz beginnt der Autor nicht nur sein Buch, sondern auch seine Vorträge, in denen er seine Geschichte erzählt. Nach seiner Bruchlandung hat sich der Unternehmer neu erfunden. Heute arbeitet er als Berater, Vortragsredner und Coach. Deutschlandweit ist er in Sachen „Persönliches Wachstum“ unterwegs.

Um in seinem Buch zu erklären, wie wichtig das Scheitern nicht nur für technische Innovationen, künstlerische Arbeiten oder für die unternehmerische und persönliche Entwicklung ist, reist Arnet zusammen mit dem Leser in die Welt der Kunst oder der Wissenschaft. Er zieht in verständlich geschriebenen Kapiteln eingehende Beispiele, Untersuchungen, Zahlen und Fakten heran, die untermauern, dass wir nicht die übertriebene Sehnsucht nach Erfolg zu unserem Lebensmotto machen sollten, sondern das Lernen als weiterführenden Überlebensimpuls.

Krisen und Fehler im eigenen Leben systematisch begreifen

Zusammen mit seiner persönlichen Geschichte ergibt sich so eine durchdringende Bestandsaufnahme und Mut machende Weiterentwicklung des Scheiterns als Philosophie für eine erschöpfte Gesellschaft, die ihre Prioritäten verschieben muss. Anhand seiner über Jahre gewonnenen Erkenntnisse und seiner eigenen Geschichte bietet Arnet kein todsicheres Rezept an, um Misserfolge besser verarbeiten zu können, sondern eine praktikable Handreichung. Denn Arnet ist sich sicher: Versagen sollte nicht als Makel abgestraft werden. „Lebensläufe mit Kurven und Brüchen sind Ausdruck eines gelebten Lebens… wir sollten nicht erfolgsbesessen, sondern fehlerbesessen sein“, ist er überzeugt.

 

 

Brutal gescheitert!
Wie der Start in ein neues Leben gelingt
von Felix Maria Arnet
Gabal Verlag (1. Auflage, September 2018)
15 Euro (D)
ISBN: 978-3-86936-874-0