» » Neugier heißt Zukunft

Neugier heißt Zukunft

Neugier heißt Zukunft
Fortschritt lebt von neugierigen Köpfen.

Vorbei sind die Tage als sich Sprüche wie „Das haben wir schon immer so gemacht“ durchsetzten. Und das ist gut so. Nur wer im Beruf neugierig ist, wird zukünftig den Erfolg eines Unternehmens vorantreiben.

Bei Merck ist Neugier bereits seit mehr als 350 Jahren Teil der Unternehmenskultur. Im Grunde gilt aber für jedes Unternehmen: Neugier ist die Triebkraft für wissenschaftlichen Fortschritt. Denn ohne Neugier wären viele wissenschaftliche Durchbrüche gar nicht möglich. Sie ist der erste Schritt in Richtung Innovation, der Schlüssel für zukünftigen Unternehmenserfolg und zugleich ein Instrument zur Beantwortung der großen Herausforderungen der Menschheit.

Und weil Fortschritt von neugierigen Köpfen lebt, sollten Unternehmer der Neugier im Betrieb einen guten Nährboden bieten. Für Merck als Wissenschafts- und Technologieunternehmen beispielsweise ist es wichtig, das Thema Neugier mit wissenschaftlicher Tiefe zu betrachten. Deshalb haben wir eine fortlaufende Studie zur Neugier am Arbeitsplatz durchgeführt; arbeiten im sogenannten Curiosity Council mit internationalen Neugier-Experten wie Dr. Todd Kashdan, Professor für Psychologie an der George Mason University, Washington, oder dem Redner und Autor Dr. Carl Naughton, der mehr als zehn Jahre über Lernpsychologie an der Universität Köln forschte, zusammen; sind Dr. Sophie von Stumm, Professorin für Psychologie an der York University, und Andreas Steinle, CEO des Zukunftsinstitut Workshop, mit von der Partie; und stellten unser 350-jähriges Jubiläum im letzten Jahr unter das Motto „Neugier“.

Neugier als Teil der Unternehmenskultur

Nicht jedes Unternehmen muss gleich eine Neugier-Studie durchführen oder eine Initiative gründen. Aber zu erkennen, dass Neugier ein wichtiger Faktor ist, um den Erfolg eines Unternehmens langfristig zu sichern, halte ich für essenziell. Gerade heute, wo sich, angetrieben von zahlreichen Megatrends, Leben und Arbeitswelt in einem rasanten Tempo verändern, wird Neugier immer mehr zum Wettbewerbsvorteil und somit zum Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen.

Neugier in einem Unternehmen kann aber nur dann gelebt werden, wenn sie Teil der Unternehmenskultur ist. Denn Neugier ist die Kraft, die Fortschritt und Entwicklung vorantreibt, aber auch Menschen dabei hilft, selbstbewusst und optimistisch an Unbekanntes heranzutreten. Es lässt sich nicht vermeiden, dass die Zukunft uns immer wieder vor zahlreiche Herausforderungen und Unsicherheiten stellt. Und auch wenn die Neugier als Teil der Unternehmenskultur uns raus aus der Komfortzone katapultiert, sie lässt uns auch Antworten auf Fragen finden, die noch gar nicht gestellt wurden.

Drei Tipps, um die Neugier von Mitarbeitern zu steigern:

  1. Online-Trainings: Wer neugierige Mitarbeiter möchte, muss im Unternehmen dafür sorgen, dass Neugier trainiert werden kann. Eine interne Trainingsplattform beispielsweise kann Mitarbeitern dabei helfen, die eigene Neugier nicht nur zu erkennen, sondern sie auch zu steigern. Dabei können die Trainings für einzelne Personen, aber auch für Teams angeboten werden. Solche Maßnahmen können die Sensibilität für die Meinung anderer steigern und dafür sorgen, dass man innerhalb von Teams von den Erfahrungen und Perspektiven der Kollegen profitiert. Das steigert das innovative Denken und funktioniert über große Entfernungen hinweg – und eignet sich deshalb auch für international agierende Firmen.
  2. Fehlerkultur im Unternehmen fördern: Besonders für Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie müssen wir Menschen im Unternehmen erlauben, Fehler machen und offen darüber sprechen zu können. Denn nur wer Fehler macht und keine Angst haben muss, sie zuzugeben, kann aus ihnen lernen und traut sich, auch einmal etwas auszuprobieren. Wer seine Fehler teilt und über die Erkenntnisse daraus sprechen kann, hilft anderen dabei, nicht dieselben Fehler zu begehen. Und wer angstfrei arbeitet, kann Neugier leben und damit das Unternehmen voranbringen. Somit ist Neugier nicht mehr nur Chefsache, sondern eine Tugend, die allen Mitarbeitern offensteht.
  3. Einstellungskriterium Neugier: Neugier-Maßnahmen sollten bereits beim Recruiting beginnen. Wer bei Einstellungen und Auswahl seiner Mitarbeiter darauf achtet, neugierige Menschen für sich zu gewinnen, trägt aktiv dazu bei, die Unternehmenskultur nachhaltig in Richtung Neugier zu verändern.

 

 

Christine Blum-Heuser verantwortet als Projektleiterin der Curiosity Initiative die externe Markenkommunikation von Merck. Seit 2014 arbeitet sie bei dem Wissenschafts- und Technologieunternehmen und war Teil des Kernteams des Merck-Marken-Relaunchs. Schon immer war Neugier eine ihrer wichtigsten Eigenschaften – jetzt widmet sie sich diesem Thema mit wissenschaftlicher Tiefe. Als Kommunikations- und Neugier-Expertin wird sie daher auch nicht müde, das Thema und seine Bedeutung für zukünftige Entwicklungen bei Konferenzen und Tagungen zu präsentieren.