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Wie hoch sind Anwaltshonorare und Gerichtskosten im Arbeitsrecht?

Wie hoch sind Anwaltshonorare und Gerichtskosten im Arbeitsrecht?

Prozesse im Arbeitsrecht können teuer werden. Daher ist es wichtig zu wissen, wer im Streitfall für welche Anwalts- und Gerichtskosten aufkommen muss.

Landen Streitfälle vor Gericht, zahlt – von wenigen Ausnahmen abgesehen – generell der Verlierer seine eigenen Prozessgebühren als auch die des Prozessgewinners. Die Gebühren sind dabei per Gesetz festgelegt: Sie orientieren sich an dem Wert, um den gestritten wird (z.B. der Schadenersatz) oder um einen Streitwert, der laut Gebührentabelle von vornherein feststeht. Existieren keine konkreten Werte (wie z.B. bei einer Beleidigung), gibt es gewissen Regeln, an denen man sich im Streitfall orientieren kann.

Geht ein Mitarbeiter gegen Mobbing vor, möchte er zum einen, dass das Mobbing aufhört. Zum anderen kann es darum gehen, Schmerzensgeld zu bekommen. Auch wenn keine gesetzlichen Richtlinien existieren, Arbeitsrichter haben bereits in konkreten Fällen bis zu 6,5 Monatsgehälter veranschlagt. An diesen Wert richten sich auch die Prozesskosten. Geht es beispielsweise um 50.000 Euro, ergeben sich Kosten in Höhe von 3.316 Euro für den eigenen und den gegnerischen Anwalt sowie Gerichtskosten in Höhe von 1.368 Euro.

Wer eine unberechtigte Abmahnung aus seiner Personalakte entfernen möchte, zahlt sowohl die Hälfte der Gerichtsgebühren als auch die eigenen Anwaltskosten (Grundlage ist ein Bruttomonatsgehalt). Gleiches gilt auch, wenn man gegen ein Arbeitszeugnis klagt.

Der Streitwert bei Kündigungsschutzklagen sowie bei Änderungskündigungen sind in der Regel drei Buttomonatsgehälter.


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