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Kein Gesundheitscheck, kein Gehalt

Kein Gesundheitscheck, kein Gehalt
Mitarbeiter, die bei der Arbeit stets topfit sein müssen, sind zu Gesundheitschecks verpflichtet.

Arbeitgeber dürfen ihre Mitarbeiter nach Hause schicken und ihr Gehalt einbehalten, wenn sie Gesundheitschecks ablehnen.

Ein Kranführer ist zehn Jahre für seinen Arbeitgeber tätig als dieser plötzlich den Check beim Betriebsarzt sowie eine Urinprobe verlangt. Der Kranführer weigert sich, da er weder krank noch arbeitsunfähig ist. Sein Chef aber besteht auf diese Untersuchung und stellt ihn nicht nur von der Arbeit frei, sondern sperrt ihm auch noch sein Gehalt.

Versteckte Beschwerden können verheerende Folgen haben

Wütend über dieses Verhalten zieht der Mitarbeiter vor Gericht – und verliert die Auseinandersetzung. Die Richter des Arbeitsgerichts Frankfurt geben seinem Arbeitgeber Recht (Az.: 7 Ca 1552/11): Mitarbeiter, die einer Tätigkeit nachgehen, bei der sie stets topfit sein müssen, sind zu solchen Untersuchungen verpflichtet. Versteckte Beschwerden wie beispielsweise eine Diabetes können für einen Kranführer während der Ausübung seiner Tätigkeit verheerende Folgen haben. Wer sich weigert, sich regelmäßig durchchecken zu lassen, muss mit solchen Sanktionen von Seiten seines Arbeitgebers rechnen.


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