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Detektive überführen Blaumacher

Detektive überführen Blaumacher
Der Einsatz von Detektiven zur Mitarbeiterüberwachung ist nicht immer erlaubt.

Schickt der Chef seinen Mitarbeitern Detektive auf den Hals, um ihnen das Krankfeiern nachzuweisen, ist das nicht generell verboten.

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt beweist in der Regel, dass ein Arbeitnehmer aufgrund einer Krankheit arbeitsunfähig ist. Vermutet ein Arbeitgeber, dass dieser Mitarbeiter gar nicht krank ist, sondern blau macht, wird er ihn des Betrugs überführen wollen.

Eine, wenn auch heftige Möglichkeit, ist der Einsatz eines Detektivs, der sich an die Fersen des krankgeschriebenen Mitarbeiters heftet – um Beweise zu sammeln, dass der Mitarbeiter ein „Blaumacher“ ist.

MDK einschalten

Und obwohl der Gesetzgeber den Einsatz von Detektiven zur Überwachung von arbeitsunfähigen Mitarbeitern als unverhältnismäßigen Eingriff in die Privatsphäre einstuft, ist solch eine Maßnahme nicht grundsätzlich verboten. Entscheidend ist, ob der Arbeitgeber beweisen kann, dass die Überwachungsmaßnahme gerechtfertigt und verhältnismäßig ist. Ist das nicht der Fall, ist die Maßnahme grundlos.

Möchte ein Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit eines Mitarbeiter überprüfen, kann er den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) einschalten. Der nämlich ist unter anderem dazu da, die Arbeitsunfähigkeit von Mitarbeitern zu überprüfen.

 

Ab 16. Juni 2017

Was Chefs nicht dürfen (und was doch)

 

Was Chefs nicht dürfen (und was doch)
von Ulf Weigelt und Sabine Hockling
Ullstein Verlag (1. Auflage, Juni 2017)
9,99 Euro
ISBN 9783548376943

 

 

 


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