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Radikal modern

Radikal modern
Marx-Engels-Platz, Blick von Südwesten auf Dom und Fernsehturm, Berlin-Mitte, Bildmontage von 1972.

Die Architektur und der Städtebau der 60er Jahre prägen bis heute Berlin. Allerdings sind sie mittlerweile vom großen Veränderungsdruck und Abriss gefährdet – wie die Ausstellung „Radikal modern“ zeigt.

Die Architektur und der Städtebau der 1960er Jahre prägen bis heute Berlin. In dieser Zeit wurden wesentliche stadtplanerische Entscheidungen getroffen und entstanden zahlreiche bemerkenswerte Architekturen – die heute allerdings vom großen Veränderungsdruck und gar Abriss gefährdet sind.

Denn die großzügig ausgebauten Verkehrswege der 1960er Jahre sind in Berlin ein wenig geschätztes Erbe. Sie werden im Unterschied zu der ikonenhaften Einzelarchitektur wie beispielsweise der Nationalgalerie von Mies van der Rohe als veraltet, billig und monoton empfunden und kaum instandgehalten.

 

Rollende Gehsteige am Kurfürstendamm, Repro Bildcollage von 1969.
Rollende Gehsteige am Kurfürstendamm, Repro Bildcollage von 1969 (© Georg Kohlmaier/Elisabeth von Sartory/Berlinische Galerie, Repro: Markus Hawlik).

 

Die Ausstellung Radikal Modern. Planen und Bauen in Berlin der 1960er Jahre in der Berlinischen Galerie ist die erste nähere Betrachtung der in Ost- und West-Berlin entwickelten Planungen und Bauten: Bekannte und neu entdeckte Originalmaterialien verdeutlichen politische, gesellschaftliche und bautechnische Visionen für den Aufbau einer zerstörten und durch den Mauerbau gespaltenen Metropole. Dazu gehören die Bebauungen entlang der ehemaligen Stalinallee, am Alexanderplatz, am Breitscheidplatz oder im Märkischen Viertel.

Die Ausstellung Radikal modern startet am 29. Mai 2015 mit der Wiederöffnung der Berlinischen Galerie.