» » Jahresplaner: Analog oder digital?

Jahresplaner: Analog oder digital?

Jahresplaner: Analog oder digital?

Mit Terminplanern organisieren wir unser berufliches und privates Leben. Ob das analog oder digital am besten funktioniert, erhitzt oft die Gemüter.

kalender5_textIch glaube, die eine perfekte Lösung gibt es nicht. Jeder muss für sich herausfinden, welcher Weg seiner ist. Meine Termine organisiere ich seit zwanzig Jahren mit einem analogen Kalender von Filofax und Einlagen von Succes. Und auch als alle anfingen, auf technische Lösungen zu setzen, blieb ich meinem im Laufe der Jahre perfekt geschaffenen System treu.

Warum ich mich nie für den digitalen Weg entschieden habe, ist simpel: Ich brauche den Überblick und muss auf Anhieb meine gesamte Woche sehen können – und zwar detailliert. Ich muss bei der Planung meiner verschiedenen Projekte zwischen den Wochen hin- und herblättern können. Und weil meine Projekte im Fluss sind, muss ich Aufgaben problemlos hin- und herschieben können.

Für den großen Überblick agiere dabei ich mit farbigen Post-its: Jedes Projekt, jeder Kunde hat eine eigene Farbe. Und weil ich die aus Kunststoff verwende, haften die ewig. Farbige Textmaker sorgen zudem für die Orientierung. Ist ein Meilenstein erreicht, ein Projekt abgeschlossen, wird der Post-it weggeschmissen – was für mich dem Durchstreichen eines Punktes auf der To-do-Liste gleichkommt.

Das Argument, wer viele Termine zu planen hat, muss zwangsläufig einen digitalen Kalender führen, ist Blödsinn. Ich vertrete die Meinung, wer seine Termine nicht in einem gut organisierten analogen Kalender führen kann, wird auch digital scheitern. Und auch der „Vorteil“, dass meine Assistentin mit einer digitalen Lösung meinen Kalender planen kann, überzeugt mich nicht. Denn meine Termine möchte ich allein verwalten. Was auch möglich ist, denn bin ich unterwegs und ein Kunde ruft zwecks Terminabstimmung an, kann ich gleichzeitig telefonieren, Termine eintragen sowie Notizen machen – was mit dem Smartphone nicht möglich wäre.

 

kalender4_text

Oh, doch, liebe Sabine, wenn man erst einmal herausgefunden hat, wie das geht, kann man gleichzeitig telefonieren und den Kalender im Smartphone öffnen sowie Termine eintragen. Hat aber auch gedauert, bis ich wusste, dass und wie das geht.

Überhaupt erschließt sich der Umgang mit einem Kalender-Tool sowie bei allen Programmen wahrscheinlich auch erst mit der Zeit und mit der Benutzung. Auch ich habe vorher mit Filofax und Blättern von Succes gearbeitet, habe das aber schon vor mindestens 12 Jahren abgeschafft. Spätestens als ich zum fünften Mal die Adress-Seiten mit dem Buchstaben „S“ handschriftlich erneuern musste, weil zu viele Streichungen hässlich aussahen.

Ebenso sah es im Kalender aus. Alles mit Bleistift schreiben, damit man radieren kann, war auch nicht die Lösung auf Dauer. Dann fing ich an, die Kalendereinträge in mein erstes Smartphone zu übertragen. Das war noch nicht sehr komfortabel, aber nun hatte ich meinen kleinen Kalender immer bei mir. Denn das DIN A5 große Filofax war ohne Handtasche zu groß zum Einstecken.

Richtig gut mit dem digitalen Kalender wurde es dann, als es möglich wurde, den Smartphone-Kalender und das Adressbuch mit dem Desktop-Rechner und dem Laptop-Kalender zu synchronisieren. Von da ab war es möglich, alles nur einmal einzutragen und immer und überall alle Daten zur Verfügung zu haben. Großartig!

Im Laufe der Jahre und mit besseren Geräten wurden auch die Optik und die Usability immer besser. Natürlich arbeite ich auch mit unterschiedlichen Farben für unterschiedliche Kunden und verschiedene Projekte. Ich kann außerdem auf Knopfdruck zwischen der Übersicht über einen Monat, über die Wochenansicht oder die Tagesansicht zur Listenansicht wechseln. Und das beste überhaupt: Termine und Aufgaben verschieben per Drag und Drop – und das alles ohne radieren.

Also, was ist nun besser? Egal, jeder soll nach seiner Façon glücklich werden. Wichtig ist nur, was für einen persönlich funktioniert und das muss jeder persönlich ausprobieren. Viel Erfolg!

Nicole Willnow