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Bezahlbare Kunst in entspannter Atmosphäre

Bezahlbare Kunst in entspannter Atmosphäre
Thomas Hoepker: Warhol green, Fotografie, 1981, 90 x 60 cm.

Aufstrebenden Künstlern einen Raum geben und ihre Werke zu erschwinglichen Preisen anbieten – und das in einer entspannten Atmosphäre – ist Ziel der „Affordable Art Fair“. Und es geht auf, zumindest in elf Ländern.

Bereits zum vierten Mal öffnet die Affordable Art Fair ihre Tore in Hamburg. Die Kunstmesse, die sich mittlerweile in Hamburg etabliert hat, präsentiert auf über 5.000 Quadratmetern 75 internationale Galerien.

Wieder erwartet die Besucher zeitgenössische Kunst, die nicht weniger als 100 Euro und nicht mehr als 7.500 Euro kosten darf. Dabei sind neben großen Namen auch wieder viele junge, aufstrebende Künstler dabei.

 

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Tiina Kivinen: Blaa Blaa Blaa, Mezzotinto Kaltnadelradierung, 2015, 36 x 64 cm (Galerie ARKTIKA).

 

Das Team um Oliver Lähndorf, Direktor der Affordable Art Fair, hat auch dieses Jahr viel auf die Beine gestellt: Mit der „Hamburg Section“ findet erstmalig eine kuratierte Sonderschau elf Hamburger Galerien und ihrer Künstler statt. Diese kleine Auswahl zeigt, was Hamburgs Galerienlandschaft auszeichnet, nämlich „Pluralität sowohl der jungen, als auch der etablierten Kunstszene“, so Dr. Wolf Jahn, Hamburger Kunsthistoriker und Kurator der „Hamburg Section“.


Mit der Kunstmesse Affordable Art Fair möchte Will Ramsay aufstrebenden Künstlern die Möglichkeit bieten, ihre Werke zu erschwinglichen Preisen anzubieten – und das in einer entspannten Atmosphäre. Mit seiner Galerie „Will’s Art Warehouse“ (London) konzentriert Ramsay sich bereits seit 1996 auf junge, aufstrebende Künstler, deren Werke in einem Preissegment von 50 bis 2.500 Pfund liegen.

Das Konzept ist erfolgreich: Die Affordable Art Fair ist mittlerweile in elf Ländern zu Hause: Neben New York und London, findet die Kunstmesse regelmäßig unter anderem auch in Singapur, Melbourne, Amsterdam sowie Mailand statt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Über 1,4 Millionen Messebesucher kauften seit 1999 für 238 Millionen Euro Kunst.

Seit 2012 ist die Affordable Art Fair auch in Deutschland vertreten und findet jährlich in Hamburg statt.


Die „Emerging Artists Exhibition“ präsentiert dieses Jahr zum ersten Mal ausschließlich Nachwuchskünstler der Hamburger Hochschule für bildende Künste (HfbK). Im Fokus stehen dabei die drei jungen Hamburger Künstlerinnen Jenny Schäfer und Natalia Sidor sowie der Künstler Robert Vellekoop. Weil Nachwuchskünstler in der Regel noch nicht von Galerien vertreten werden, möchte die Affordable Art Fair ihnen hier die Möglichkeit bieten, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

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Eliot Markus Henning: Donut, Farbspray auf Leinwand (Galerie Magnus P. Gerdsen).

 

Auch die „Art Talks“, die in Kooperation mit Artcollector entstehen, greifen das Thema „Kunst in Hamburg“ auf: Am 20. November gewährt Katharina Bittel, Vorstand Neue Kunst in Hamburg e.V., ab 17 Uhr einen Blick hinter die Kulissen des Kunstmarktes. Am 21. November ab 17 Uhr diskutieren Inga Wellmann von der Hamburger Kulturbehörde, die Galeristin Renate Kammer sowie Oliver Lähndorf über den Kunststandort Hamburg.

 

Jürgen Jansen: the invisible, Öl und Harze auf Holz, 100 x 70 cm (Galerie Corona Unger).

 

Die kostenlosen Siebdruckworkshops des Künstlerkollektivs WE ARE VISUAL (täglich von 14 bis 16 Uhr), den Late View am 19. November mit anschließender Party „L’art aux folles“ im VOLT (Karolinenstraße 45) und die kunstpädagogische Kinderbetreuung (von zwei bis zehn Jahren) runden das Programm ab.

Und auch in den nächsten Jahren wird die Messe in Hamburg stattfinden, denn die Affordable Art Fair hat mit der Messe Hamburg einen Dreijahres-Vertrag schließen können.