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Woran erkenne ich einen guten Headhunter?

Woran erkenne ich einen guten Headhunter?
Woran aber erkennt man einen guten – und vor allem seriösen – Headhunter?

Headhunter können bei der Suche nach Fach- und Führungskräften eine große Hilfe sein. Wie aber erkenne ich einen guten Headhunter?

Die zunehmende Spezialisierung in der Wirtschaft bringt es mit sich, dass für viele Positionen nur noch eine Handvoll Kandidaten infrage kommt. Ein Grund, warum viele Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Spitzenkräften immer häufiger auf einen Headhunter setzen. Woran aber erkennt man einen guten – und vor allem seriösen – Headhunter? Heiner Fischer, ein erfahrener Headhunter, hat sieben Tipps für Unternehmen.

Nur Kenner landen Treffer

Keine Personalberatung kennt jede Branche gleich gut. Genauso, wie sich Unternehmen immer stärker spezialisieren, sollte auch ein guter Berater eine Branchenspezialisierung aufweisen.

Das heißt für Headhunter, sie müssen sich in der Branche des Auftraggebers zuhause fühlen, den Markt, seine Regeln sowie die Besonderheiten kennen. Insbesondere sollte ein guter Berater über ein entsprechendes Netzwerk in den Branchen verfügen, auf die er sich konzentriert. Deshalb spielt die Größe der Beratung nur eine untergeordnete Rolle.

Immer gut vorbereitet

Ein guter Berater lernt das Unternehmen zunächst gut kennen. Denn je genauer ein Headhunter weiß, was der Kunde will, desto besser sind seine Ergebnisse. Auch wichtig: die Attraktivitätsbilanz. Um erfolgreich zu sein, sollte ein Headhunter seinen Klienten gut verkaufen können: Was macht das Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv? Wodurch unterscheidet es sich von Wettbewerbern? Warum ist es für einen Kandidaten interessant? Und welche Möglichkeiten bietet ihm das Unternehmen, was die Wettbewerber nicht bieten?

Qualität braucht Zeit – und hat ihren Preis

Von der Marktrecherche über die Interviews bis zu den Kandidaten-Profilen: Oft wird unterschätzt, wie aufwendig der qualifizierte Prozess der Personalsuche ist. Daher sollten Unternehmen bei der Beauftragung eines Headhunters nicht nur auf den Preis schauen. Erhalten Auftraggeber nämlich nur Lebensläufe, ohne Antworten aus detaillierten Interviews, sind die Ergebnisse entsprechend schlecht. Ein guter Berater analysiert und bewertet vielmehr jeden einzelnen Kandidaten und stellt seinem Kunden detaillierte Berichte zur Verfügung. Und dieser Aufwand hat seinen Preis.

Beratung und Transparenz

Für einen guten Headhunter ist ein enger und ständiger Kontakt zum Auftraggeber das A und O. Regelmäßige Infos zum Stand der Kandidatensuche gehören dabei ebenso dazu wie die absolute Offenheit. Ist beispielsweise der gewünschte Kandidat am Markt nicht verfügbar, sucht der Berater nicht „auf Teufel komm raus“ weiter. Stattdessen spricht er Empfehlungen aus, wie die Suche verändert werden kann. Und auch, welche neuen Suchwege oder -kriterien ausprobiert werden sollten (z.B. die Suche nach Quereinsteigern).

Auf Erfolgsbasis kein Erfolg

Berater, die sich nur nach Erfolg bezahlen lassen, sind in der Regel unseriös. Zwar scheint das Motto, „Wenn kein Kandidat gefunden wird, muss ich auch nicht zahlen“ für Auftraggeber verlockend, aber das Gegenteil ist meist der Fall. Auf Erfolgsbasis arbeitende Beratungen stehen unter einem enormen wirtschaftlichen Druck. Daher wollen sie möglichst schnell und ohne Rücksicht auf die Qualität irgendeinen Kandidaten im Unternehmen platzieren. Darunter leidet aber fast immer die Qualität der Suche.

Nur nach Auftrag und exklusiv

Ein seriöser Personalberater schickt einem Auftraggeber niemals unaufgefordert potenzielle Kandidaten zu. Er wird erst dann tätig, wenn er auch einen Auftrag hat. Ferner sollte es sich dabei um eine exklusive Beauftragung handeln. Denn fehlende Exklusivität wirft nicht zuletzt ein schlechtes Licht auf den Auftraggeber, wenn ein Kandidat von mehreren Headhuntern für die gleiche Position kontaktiert wird. Daher stellt die Ansprache über einen einzigen Personalberater in der Regel Seriosität und Vertrauen sicher.

Vertrauen und Chemie müssen stimmen

Das gegenseitige Vertrauen ist der Kern der Zusammenarbeit. Daher sollte für einen guten Berater Diskretion die oberste Priorität haben. Dabei kann das subjektive Bauchgefühl bei der Zusammenarbeit zwischen Personalberater und Unternehmer eine wichtige Rolle spielen. Entscheidend ist, dass beide gleich ticken und der Unternehmer ein gutes Gefühl dabei hat, mit diesem Personalberater zusammenzuarbeiten. Der Personalberater hingegen muss in der Lage sein, sich in den Auftraggeber und seine Unternehmenskultur hineinzuversetzen. Nur so ist gewährleistet, dass beide das gleiche Ziel verfolgen und der Berater den richtigen Kandidaten findet.