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Auflösungsantrag: Wichtig in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren

Auflösungsantrag: Wichtig in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren
Ist das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter unwiederbringlich und nachhaltig zerstört, werden Auflösungsanträge wichtig.

Wenn sich Arbeitgeber und Mitarbeiter im Kündigungsschutzprozess wiederfinden, ist das Verhältnis zwischen ihnen unter Umständen ruiniert – vertrauensvolle Zusammenarbeit erscheint kaum mehr möglich. Verhärten sich dann noch die Fronten während des Prozesses, ist dem Mitarbeiter – gewinnt er seine Kündigungsschutzklage – die Fortführung des Arbeitsverhältnisses meist nicht mehr zuzumuten.

Für diesen Fall hat der Gesetzgeber im Kündigungsschutzgesetz dem Gericht die Möglichkeit eingeräumt, das Arbeitsverhältnis gegen die Zahlung einer Abfindung zu beenden (§§ 9,10 KSchG). Dafür muss entweder der Arbeitgeber oder der Mitarbeiter einen Auflösungsantrag stellen. Ein vor Gericht erfolgreicher Antrag hat eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses zur Folge. Das Arbeitsverhältnis endet danach mit der gesetzlichen Kündigungsfrist. Gleichzeitig wird das Arbeitsgericht den Arbeitgeber dazu verurteilen, eine Abfindung an den Arbeitnehmer in angemessener Höhe zu zahlen. Um den Arbeitnehmerschutz zu gewährleisten, stellen Gerichte an die Auflösungsanträge der Arbeitgeber extrem hohe Anforderungen.

Auflösungsanträge sind wichtig, wenn das Verhältnis nachhaltig zerstört ist

Die Anträge von Mitarbeitern sind dagegen berechtigt, wenn aus den konkreten Umständen das Gericht nachvollziehen kann, dass eine vertrauensvolle und zweckentsprechende Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zukünftig nicht mehr erwartet werden kann. Die Umstände schließen vor allem die Art und Weise des Zustandekommens der Kündigung und das Verhalten des Arbeitgebers oder der betrieblichen Gemeinschaft ein.

Auflösungsanträge werden dann wichtig, wenn das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter unwiederbringlich und nachhaltig zerstört ist.


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