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Full-Time-Job Studium

Full-Time-Job Studium
Ein Burnout kann tatsächlich eine Chance für einen Neuanfang sein.

Burnout und Leistungsdruck sind nicht nur im Job zu finden, sondern immer öfter auch im Studentenleben. Dabei gibt es einen Weg, gechillt und entspannt durchs Studium zu kommen.

Das Leben von Hochschülern ist geprägt von hohen Erwartungen nach einem schnellen Studienabschluss mit möglichst hervorragenden Noten und hochkarätigen Auslandspraktika. Nebenbei gilt es auch noch Geld zu verdienen, um sich zu finanzieren. All das erzeugt Druck und kostet Kraft. Eine zu große Belastung kann auch bei Studenten zu Erschöpfung bis hin zum Burnout führen.

Die Studienbedingungen haben sich – wie die Herausforderungen im Arbeitsmarkt – in den letzten Jahren stark gewandelt. Dazu kommen die Erwartungen an den Einzelnen in Familie und Gesellschaft. Und auch die Geschwindigkeit des Wissenszuwachses, die Komplexität von Inhalten und die digitale Kommunikation haben sich drastisch verändert.

Selbst nach dem Studium ist häufig keine Besserung in Sicht

Verschärfte Prüfungsbestimmungen, Regulierung und Beschränkung der Studienzeit und Anforderungen an konsekutive Masterstudiengänge tragen außerdem dazu bei, Studierende unter vermehrten Stress zu setzen. Für viele ist es fast normal geworden, ständig am eigenen energetischen Limit zu „surfen“. Nicht wenige haben die Belastung schon in der Schule erlebt und finden sich im Studien in einer Fortsetzung der bekannten Tretmühle. Andere wählen die Möglichkeit, „nebenberuflich“ in den immer häufiger angebotenen berufsbegleitenden Studiengängen zu studieren – und setzen sich damit einer extremen Doppelbelastung aus.

Selbst nach dem Studium ist häufig keine Besserung in Sicht, da man sich in der Arbeitswelt einer zunehmend hochqualifizierten, globalen Konkurrenz gegenübersieht. Häufig werden die Strategie „Augen zu und durch“ angewandt und eigene Bedürfnisse und Wünsche zur Seite geschoben.

Dies kann erstaunlich lange funktionieren. Junge Menschen haben eine Menge Energie im Speicher. Aber auch diese ist endlich und so sehen sich immer mehr Studierende mit Symptomen konfrontiert, die einem Burnout zuzuordnen sind.

Das persönliche Energiemanagement ist für heutige Studierende eine echte Herausforderung

Die zunehmend gefühlte Belastung kann man entweder verdrängen – verschwinden wird sie dadurch nicht – oder genau hinsehen, um festzustellen, wo man eigentlich steht und was man dagegen tun kann. Man kann die Zeichen aber auch als Aufforderung ansehen, sich mit dem eigenen Tun, Denken und Fühlen einmal genauer auseinander setzen. Wie es um einen steht, zeigt beispielsweise ein Test in dem Ratgeber Gechillt und entspannt durchs Studium.

„Das persönliche Energiemanagement ist für heutige Studierende eine echte Herausforderung. Zu wissen, wer sie sind wofür sie stehen, mit inneren als äußeren Grenzen fertig zu werden und kreative Lösungen zu finden, ist eine echte Investition in ihre persönliche Zukunft. Es geht in unserem Buch daher nicht darum, den eigenen Tagesablauf zu perfektionieren oder Tools zur weiteren Steigerung der eigenen Effizienz zu erlernen, sondern in erster Linie um die Studierenden selbst“, so Barbara Krautz und Heike Schiebeck, Autorinnen von Gechillt und entspannt durchs Studium.

Techniken für ein „entspanntes“ Studium

Selbst wenn man mitten in einer totalen Erschöpfung steckt, wollen Krautz und Schiebeck dem Leser Mut machen, das nicht als Endpunkt, sondern als Chance zu persönlichem Wachstum zu sehen. Daher sensibilisieren sie für Phasen der Erschöpfung und verraten Techniken für ein „entspanntes“ Studium. Ein Fragebogen gibt zudem Aufschluss über den eigenen Grad der Erschöpfung. Wichtige Anlaufstellen am Ende des Buches runden des Ratgeber ab.

Gechillt und entspannt durchs Studium.

Gechillt und entspannt durchs Studium
von Barbara Krautz, Heike Schiebeck
UVK Verlagsgesellschaft (1. Auflage, Januar 2017)
18,00 Euro
ISBN 978-3-86764-703-8