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Nicht einfach laufen lassen

Nicht einfach laufen lassen
Viele Meetings produzieren zu oft frustrierte Teilnehmer und keine verwertbaren Erkenntnisse.

Jeder kennt sie, Meetings, Sitzungen und Diskussionen, in denen unendlich viel geredet wird – ohne konkrete Ergebnisse zu produzieren. Dabei sind effektive Besprechungen kein Hexenwerk. Vorausgesetzt, dass Team verständigt sich auf wichtige Grundregeln.

Ausufernde Diskussionen haben ihre Ursache nicht ausschließlich in der mangelnden Gesprächsführungskompetenz des Moderators – unschuldig an der Situation ist er deshalb allerdings nicht. Denn die Verantwortung des Moderators beginnt eben nicht erst im Konferenzraum, sondern weit vor der Durchführung der Moderation.

Das heißt, eine gute Gesprächsführung besteht nicht nur aus dem disziplinierenden Lenken der Beiträge und dem empathischen Zuhören. Moderatoren sollten sich zunächst der zu moderierenden Gruppe und ihrem gemeinsamen Interesse an einer Lösung widmen: Ist die Gruppe (schon jetzt) zu einer konstruktiven Moderation bereit? Kennt der Moderator die Teilnehmer, wird er ihre Bereitschaft in der Regel einschätzen können. Kommt er aber von extern und hat bislang noch keine Berührungspunkte mit dem zu moderierenden Team, kann er sich im Gespräch mit dem Ansprechpartner der Organisation ein Bild machen. Eine gute Fragetechnik hilft hierbei.

Der Weg zur konstruktiven Gesprächsführung

Damit sich die Teilnehmer überhaupt gut einbringen können, benötigen sie eine Orientierung über das Ziel, das erreicht werden soll. Dazu macht es manchmal Sinn, ein Meeting nach bestimmten Regeln aufzubauen. Zum Beispiel, dass zum anstehenden Thema reihum jeder Teilnehmer sein Statement abgeben darf und soll.

Die kluge Frage ist das Herzstück jeder Moderation. Das gilt nicht nur für große Workshops, sondern für jede noch so kleine Gesprächsrunde. Und weil der Moderator mit der Frage die Gedanken der Teilnehmer inspiriert, ist die Wahrscheinlichkeit neuer Antworten hoch. Damit dieser Prozess aber nicht ausufert, muss der Moderator die Reihenfolge der Beiträge steuern. Sinnvoll kann bei großen Gruppen die Reihum-Regel sein.

Grundlage für produktive Besprechungen ist eine konstruktive Gesprächsführung

Für das Festhalten der Ergebnisse ist das Zusammenfassen der Inhalte wichtig. Je nach Umfang kann das jeweils nach einem oder aber nach mehreren Beiträgen sinnvoll sein. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, holen sich Moderatoren von den Teilnehmern die Bestätigung der korrekten Zusammenfassung.

Grundlage für produktive Besprechungen ist also eine konstruktive Gesprächsführung. Ergänzt der Moderator die mit methodischer Kompetenz und bindet die Teilnehmer aktiv ein, steht einem innovativen, erfolgreichen und hocheffizienten Meeting nichts im Weg.

 
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