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Was ist Grundlage effizienten Delegierens?

Was ist Grundlage effizienten Delegierens?
Delegieren hat sowohl für Führungskräfte als auch Mitarbeiter viele Vorteile.

Aufgaben loslassen und Dinge aus der Hand geben, ist nicht immer einfach. Wer jedoch Aufgaben delegiert, schafft sich wichtige Freiräume.

Wer sich zu viele Aufgaben auflädt läuft Gefahr, für kreative Prozesse keine Zeit mehr zu haben. Deshalb geht es beim Delegieren darum, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden.

Dagmar Kohlmann-Scheerer, Coach für Führungskräfte, hat in ihrem Ratgeber Gestern Kollegen – heute Vorgesetzter folgende Tipps für Delegationseinsteiger zusammengetragen:

1. Suchen Sie sich für den Delegationseinstieg Mitarbeiter aus, von denen Sie gute Ergebnisse erwarten.

2. Bei allen anderen Mitarbeitern gehen Sie zunächst kalkulierbare Wagnisse ein und delegieren testweise. Vielleicht kristallisiert sich dadurch ein Mitarbeiter heraus, der nur auf eine solche Herausforderung gewartet hat.

3. Delegieren Sie anfangs mit Bedacht und wählen Sie solche Tätigkeiten aus, bei denen das Risiko des Scheiterns relativ gering ist.

4. Grenzen Sie den Spielraum ein und kommunizieren Sie klare Ziele.

5. Wählen Sie Ihre Mitarbeiter nicht nach dem Motto aus: „Nur wer mir fachlich unterlegen ist, kommt in mein Team.“ Wer immer Angst davor hat, von seinen Mitarbeitern überflügelt zu werden, wird mit einem „schwachen“ Team im Konkurrenzkampf auf der Karriereleiter unterliegen.

6. Geben Sie Ihr Fachwissen weiter, damit Ihre Mitarbeiter in neue Aufgaben hineinwachsen können.

7. Lassen Sie sich über Zwischenergebnisse informieren.

8. Delegieren heißt auch kontrollieren – im besten Sinne.

Delegieren hat sowohl für Führungskräfte als auch Mitarbeiter viele Vorteile. Chefs können sich durch den Zeitgewinn ihren eigentlichen Führungsaufgaben widmen. Sie können das Spezialwissen ihrer Mitarbeiter nutzen. Und sie treffen keine einsamen Entscheidungen, sondern können gemeinsam mit ihren Mitarbeitern das Für und Wider von Aufgaben abwägen. Auch bringt das Delegieren mehr Transparenz in die eigene Tätigkeit. Es entsteht ein Klima der Offenheit, was sich positiv auf die Teamentwicklung auswirkt.

Mitarbeiter bekommen, denen eine größere Herausforderung zugetraut wird, fühlen sich aufgewertet. So erhöht das Delegieren ihre Motivation und führt zu mehr Selbstständigkeit. Sind Mitarbeiter zudem besser informiert, erhöht das die Sinngebung. Es herrscht ein besserer Informationsfluss und Kritik wird unkomplizierter (von unten nach oben) geäußert. Auch sind Mitarbeiter so an den Erfolgen der Abteilung direkt beteiligt.

 

Mehr Informationen zum Thema:


Gestern Kollegen – heute Vorgesetzter

So schaffen Sie den Rollentausch
von Dagmar Kohlmann-Scheerer
Gabal Verlag (10. Auflage, Oktober 2004)
19,90 Euro
ISBN: 978-3-89749-463-3