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Gibt es Regeln für erfolgreiche Kommunikation?

Gibt es Regeln für erfolgreiche Kommunikation?

Eine klare, offene und ehrliche Kommunikation ist nicht immer gang und gäbe. Wer das für sich ändern möchte, kann sich an ganz einfachen Kommunikationsregeln orientieren.

Jeder kann kommunizieren. Allerdings kommunizieren wir nicht immer professionell. Wer das ändern möchte, kann sich an die zehn von Hans Eigenmann, Kommunikationstrainer aus der Schweiz, aufgestellten Gebote erfolgreicher Kommunikation halten.

1. Gebot: Du sollst empfängergerecht kommunizieren!

Es ist ein Unterschied, wem Sie einen Sachverhalt erklären muss. Daher ist es ratsam, vor einem Gespräch herauszufinden, ob der Gesprächspartner Argumente oder Fakten favorisiert bzw., ob bei ihm emotionale Inhalte besser ankommen.

2. Gebot: Du sollst nicht langweilen!

Egal, ob Kommunikation, Mailverkehr oder Präsentation – Sie sollten stets spannend kommunizieren. Arbeiten Sie deshalb mit einen Spannungsbogen (schneiden Sie z.B. ein Thema nur an). Vermeiden Sie dabei aber unbedingt hölzerne Ausdrucksweisen. Besser ist in sprachlichen Bilder zu sprechen.

3. Gebot: Du sollst niemanden zutexten!

Halten Sie sich stets an die KKK-Regel: Kurz, klar und knackig! Garnieren Sie Ihre Kernbotschaften deshalb nicht mit Unwichtigem. Holen Sie auch nicht zu weit aus. In der Regel reicht eine Einleitung in zwei Sätzen aus.

4. Gebot: Du sollst NUTZEN kommunizieren!

Der Mensch orientiert sein Verhalten am Nutzen, den er erhalten kann. Daher sollte die Kommunikation mit Ihnen Ihren Gesprächspartnern grundsätzlich etwas bringen. Sagen und/oder schreiben Sie, was es bringt, Ihnen zuzuhören. Damit wecken Sie jene Aufmerksamkeit, die Sie wollen.

5. Gebot: Du sollst ehrlich kommunizieren!

Müssen negative Botschaften überbracht werden, wird die Kommunikation in der Regel schwierig. Meist neigt man dann zum Beschönigen oder sogar Lügen. Eine Klartext-Kommunikation heisst aber, Wahrheiten nicht mit süsser Sauce zu übertünchen.

6. Gebot: Du sollst Menschlichkeit zeigen!

Lassen Sie sich auf Ihre Kommunikationspartner ein, indem sie vor der E-Mail, dem Telefonanruf oder Gespräch überlegen, was Sie an der Stelle Ihres Gesprächspartners erwarten würden – und handeln Sie entsprechend.

7. Gebot: Du sollst nicht drauflos plappern!

Wer Klartext reden oder schreiben möchte, muss sich vorher Klarheit verschaffen: Wo stehen Sie selber? Was möchten Sie vermitteln? So überzeugen Sie mit Ihrer Kommunikation und erreichen, was Sie wollen.

8. Gebot: Du sollst kein Juristendeutsch verwenden!

Das trockene Amtsdeutsch zeichnet sich durch die übermässige Verwendung von Substantiven aus. Verwenden Sie daher mehr Verben und vermeiden Sie Genitivketten.

9. Gebot: Du sollst auf den Ton zwischen den Zeilen achten!

Neben dem Inhalt gibt es auch eine Appell- sowie eine Beziehungs-Ebene. Verzichten Sie daher auf vorwurfsvolle Formulieren. Und auch die Körpersprache beeinflusst Ihre Wirkung. Daher: Ein Lächeln macht vieles leichter!

10. Gebot: Du sollst Feedback geben!

So gut wie Sie im mündlichen Gespräch nicken, Ja sagen oder sonst wie signalisieren, dass die Botschaft des Absenders angekommen ist, müssen Sie das auch im Mailverkehr tun. Deshalb müssen Sie eine Anfrage, die Sie per E-Mail erhalten, auch antworten! Alles andere wäre ein schlechter Stil.

 

Mehr Informationen zum Thema:

Klartext!
Wie uns Kommunikation gelingt

von Hans Eigenmann
BusinessVillage Verlag (1. Auflage, Oktober 2011)
24,80 Euro
ISBN 978-3869801193