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Die heimlichen Revolutionäre

Die heimlichen Revolutionäre
Die Generation Y stellt besondere Anforderungen an ihre Arbeitgeber.

Die Autoren Klaus Hurrelmann und Erik Albrecht bieten mit Die heimlichen Revolutionäre einen kompakten Blick auf die Generation Y, sie räumen mit vielen Klischees auf und zeigen ihren Einfluss auf unsere Gesellschaft.

Darum geht es: Nicht nur die Bedeutung von Arbeit und Arbeitszeit ist eine andere geworden, es strömt auch eine Generation auf den Arbeitsmarkt, die vieles, was bisher galt, in Frage stellt: die Generation Y. Sie hat konkrete Vorstellungen darüber, wie sie arbeiten möchte, nämlich flexibel, selbstbestimmt, in flachen Hierarchien sowie Sinn stiftet. Und sie hat keine schlechten Aussichten, ihr Idealbild der Arbeit auch einzufordern, hat sie doch die demographische Macht auf ihrer Seite.

Dabei trennt die Generation Y nicht kategorisch zwischen Arbeit und Privatleben. Vielmehr geht es ihnen um die Balance zwischen Job und Familie und vor allem darum, in beiden Bereichen Werte und Sinn zu schaffen.

Stellen Unternehmen sich diesem flexiblen Arbeitsbegriff der Generation Y und bieten ihnen dazu das technologische Umfeld, können sie mit hochmotivierten Mitarbeitern rechnen, sind Prof. Klaus Hurrelmann, Herausgeber zahlreicher Jugendstudien, und der Journalist Erik Albrecht überzeugt.

Die besten Tipps: Die Autoren stützen sich in ihrem Buch Die heimlichen Revolutionäre – Wie die Generation Y unsere Welt verändert nicht nur auf Studien und Untersuchungen, sondern lassen diese Generation selbst zu Wort kommen. So entsteht ein authentisches Bild über das Leben, die Hoffnungen und Pläne der Generation Y.

Verständlichkeit und Sprache: Die heimlichen Revolutionäre ist informativ und gut zu lesen, was sicherlich das Verdienst von Erik Albrecht ist, der als Journalist tätig ist. Mit der Aufteilung des Buches haben es sich die Autoren einfach gemacht. So arbeiten sie sich per Kapitel durch die verschiedenen Aspekte und zeigen, wie und warum sie Bildung und Beruf, Familienleben, Politik sowie Medien und Freizeit verändern.

Minuspunkte: Leider verzichten die Autoren darauf, Unternehmern zu Wort kommen zu lassen. Interessant wäre gewesen, wie Arbeitgeber das Wertesystem und Lebenskonzept dieser Generation mit ihrer Unternehmenskultur vereinbaren (wollen).

Bewertung: Die heimlichen Revolutionäre bietet einen kompakten Blick auf die Generation der heute 15- bis 30-Jährigen. Es räumt auf mit den Klischees, sie seien selbstverliebt und verwöhnt, anspruchsvoll und unbeständig. Und es zeigt, sie suchen stärker als vorherige Generationen nach dem Sinn des Lebens.

Stellen Unternehmen sich diesem flexiblen Arbeitsbegriff der Generation Y und bieten ihnen dazu das technologische Umfeld, können sie mit hochmotivierten Mitarbeitern rechnen.

 

Die heimlichen Revolutionäre
Wie die Generation Y unsere Welt verändert
von Klaus Hurrelmann und Erik Albrecht
Beltz Verlag (1. Auflage, August 2014)
18,95 Euro
ISBN 978-3-407-85976-1