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Brauchen wir eine kreative Revolution?

Brauchen wir eine kreative Revolution?
Disruptive Thinking, ein Denken, das sich zum Ziel setzt, eine neue Anpassungsfähigkeit zu entwickeln und auf diese Weise Gestaltungsfreiheit zu gewinnen.

Unsere Welt ist unsicher geworden. Nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch im gesellschaftlich-sozialen Bereich erleben wir den Übergang von einer alten in eine neue Welt. Dabei geht es um viel mehr als um die bloße Digitalisierung der verschiedenen Lebensbereiche: Es geht um die Grundlagen unseres wirtschaftlichen und sozialen Lebens selbst.

Ein Schlagwort geht um in Europa. In den Konferenzräumen von Konzernzentralen, in den Redaktionen der Wirtschaftsmagazine, in den Köpfen von BWL-Studenten und ehrgeizigen Gründern. Es ist die Disruption. Und wir spüren sie auf allen Ebenen. Nicht nur in der Wirtschaft, wo innovative Start-ups herkömmliche Geschäftsmodelle und die Existenz etablierter Unternehmen infrage stellen. Auch im gesellschaftlich-sozialen Bereich erleben wir derzeit gravierende Umwälzungen – den Übergang von einer alten in eine neue Welt. Dabei geht es um viel mehr als um die bloße Digitalisierung unserer Lebensbereiche: Es geht um die Grundlagen unseres wirtschaftlichen und sozialen Lebens selbst.

Auch wenn sich einige noch in Sicherheit wiegen: Disruption ist nichts, was bald wieder vorbei sein wird. Zukunftsdenker und Unternehmensphilosoph Bernhard von Mutius fordert daher in seinem aktuellen Buch ein völlig neues Denken: Disruptive Thinking. Ein Mindset, das sich zum Ziel setzt, eine neue Anpassungsfähigkeit zu entwickeln und so Gestaltungsfreiheit zu gewinnen. Eines, das mit (Um-)Brüchen umgehen, Widersprüche produktiv machen und mit den komplexen Anforderungen dieser Zeit mitwachsen kann. Ein realistisches Zukunftsdenken, das Störungen nicht ausklammert, sondern mit einbezieht. Disruptive Thinking feiert aber nicht disruptives Tun jeglicher Art. Es ist vielmehr die Reflexion der Disruption und zugleich die praktische Unterstützung für Führung und Organisation, mit diesem Wandel besser umzugehen, die bisherigen Strukturen und Routinen infrage zu stellen und mit neuen Formen zu experimentieren.

Disruptive Thinking fußt auf drei Hypothesen

Erstens: Wir erleben eine große Transformation, die in ihrer Wucht und in ihrem Ausmaß der industriellen Revolution gleicht. Zweitens: Wir befinden uns in einer Übergangszeit. Manches Alte funktioniert nicht mehr richtig und manches Neue noch nicht richtig. Drittens: Die gegenwärtige Transformation ist eine kreative Revolution – und die menschliche Schöpferkraft wird in Zukunft ungemein gefragt sein, in einem bisher ungeahnten Ausmaß. Disruptive Thinking ist die Kunst und Disziplin für diese kreative Revolution. Es schafft die Voraussetzungen dafür, relevante disruptive Entwicklungen früher zu erkennen und sie in eine Gelegenheit zu verwandeln, eine neue Linie zu finden oder einen Sprung nach vorne zu tun.

Mutius Buch unterstützt den Leser dabei, seine eigene Orientierung zu finden. Es bleibt nicht, wie viele Bücher, bei der Problembeschreibung stehen. Vielmehr gibt der Autor Antworten auf die Fragen: Was nun? Was tun? Wie weiter? – leitet Schlussfolgerungen ab, zeigt Lösungen auf. Damit leistet er einen aktuellen Beitrag zur aktuellen Debatte über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüche unserer Zeit. Ein Muss für alle, die Zukunft aktiv gestalten wollen.

 

disruptive thinking
Disruptive Thinking

Das Denken, das der Zukunft gewachsen ist
von Bernhard von Mutius
Gabal Verlag (1. Auflage, September 2017)
29,90 Euro [D]

ISBN 978-3-86936-790-3